Still und heimlich wurde die Blumenfabrik bereits vor ihrer Eröffnung mit einem kleinen internen Event bespielt. Der Anlass: Nichts weniger als eine Veranstaltung, die der Modebranche einen Strich gegen die Rechnung macht: Eine Kleidertauschparty, die Türen für nachhaltige Fashion Momente öffnet.

Inmitten der schnelllebigen Modewelt, in der Trends in Windeseile kommen und gehen, hat sich in den letzten Jahren ein Bewusstseinswandel zugunsten nachhaltiger Mode entwickelt. Diesen nehmen die Freiwilligen von GLOBAL 2000 zum Anlass, regelmäßig Kleidertauschpartys zu veranstalten.

Auch im vergangenen Monat versammelten sich Mitarbeitende, Freiwillige und ihre Freund:innen und Bekannten, um zu tauschen. Die Idee hinter der Veranstaltung ist simpel, aber wirkungsvoll: Jede:r Teilnehmende bringt gut erhaltene Kleidungsstücke mit und tauscht sie gegen andere, um die Lebensdauer der Kleidung zu verlängern und gleichzeitig deren Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Die Blumenfabrik bietet hierfür den idealen Rahmen für die nachhaltige Veranstaltung. Der neu eröffnete Event- und Coworking-Space ist nicht nur ein Ort für kreativen Austausch und produktives Arbeiten, sondern auch ein Vorreiter im Hinblick auf Umweltbewusstsein. 

Die Blumenfabrik bietet Raum für grüne Events, durch die folgenden Kriterien:

  • Die Location ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U3, 13A, 48A), dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen. So können Gäste Anreisen mit dem Auto vermeiden.
  • Im gesamten Haus wird auf ressourcensparende Materialien gesetzt. Einwegprodukte werden soweit möglich vermieden, zudem wird auf die Langlebigkeit der Gegenstände und umweltschützende Rohstoffe geachtet.
  • Energieeffizienz ist das A und O. Die Blumenfabrik setzt auf 100 % Ökostrom und versucht weitgehend, Energie zu sparen, durch moderne Technik und bewusstes Verhalten.
  • Das Abfallmanagement hat hohe Ansprüche. Es werden Recycling- und Mülltrennungsmöglichkeiten geboten und darauf geachtet, dass die Anwesenden diese fleißig nutzen.

Bei diesem grünen Event konnte die Begeisterung der Besucher:innen spürbar werden, als durch die Reihen von liebevoll arrangierten Kleidungsstücken gestöbert wurde. Von Vintage-Funden bis zu trendigen Stücken – die Vielfalt der Kleidung spiegelte nicht nur unterschiedliche Stile wider, sondern auch die kollektive Bereitschaft, gemeinsam Ressourcen zu sparen und den Konsumrausch vor der Tür zu lassen.

Inspiriert, selbst eine Kleidertauschparty zu veranstalten?

3 Tipps für eine gelungene Kleidertauschparty:

Mehrere Frauen stehen in einem großen Raum um einen Tisch. Auf dem Tisch befinden sich Kleiderstücke in verschiedenen Formen und Farben. Manche von den Frauen reden miteinander, andere schauen sich die Kleidung an.
GLOBAL 2000/ Marielle Veillard

1. Modevielfalt für jeden Körper, jedes Geschlecht und jeden Stil:

Secondhand-Mode ist vielfältig – genauso wie ihre Liebhaber - aber manche brauchen eine Extra-Einladung. Modeaustausch ist nicht nur Frauensache. Viele Männer glauben leider, sie würden bei einer Kleidertauschparty nichts für sich finden – dabei beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Deshalb am besten auch männliche Freunde animieren mitzukommen - am liebsten mit weiteren Freunden im Schlepptau. Dasselbe gilt auch für Personen, die Plussize-Größen tragen. 
Außerdem hilft es auf der Einladung bereits zu erwähnen, dass alle Geschlechter, ob Mann, Frau, nicht-binär und alle dazwischen und außerhalb, willkommen sind. Bei der Veranstaltung selbst sollte für Plus-Size-Kleidung und männlich gelesene Kleidung ein ausgewiesener Platz zur Verfügung gestellt werden, damit sich die Teilnehmenden orientieren können. Eine nachhaltige Garderobe wird so inklusiv gestaltet.

2. Gut sortieren ist die halbe Miete. 

Bei einer gelungenen Kleidertauschparty kommt eine große Anzahl an Goldstücken zusammen. Um zu vermeiden, dass die Räumlichkeiten aussehen wie der Wühltisch eines Schlussverkaufes, sollten die Veranstalter:innen den Gästen bereits beim Eintreffen die Kleidung abnehmen und diese für sie vorsortieren. Für eine gut organisierte Veranstaltung ist gesorgt, indem die Kleidung nach Kategorien sortiert (wie etwa Oberteile, Hosen, Accessoires) und sie übersichtlich präsentiert werden. Stellt sicher, dass genügend Platz vorhanden ist, damit die Teilnehmer:innen bequem stöbern können.
Die meisten Gäste betreten die Veranstaltung und benötigen erstmals eine kleine Aufklärung über den Ablauf des Geschehens. Wenn den Tauscher:innen bereits zu Beginn sowohl Sorgen als auch Kleidung abgenommen werden, sorgt dies für weniger Chaos und mehr Raum für potentielle neue Lieblingsstücke.
 

3. Gemeinschaftlich, informiert und zukunftsgewandt.

Wer bei der Veranstaltung noch die Kirsche auf der Sahnehaube anbieten möchte, der bietet den Gästen nicht nur den Tausch von materiellen Sachen an, sondern ermöglicht ihnen auch, Informationen und Skills auszutauschen. 

Dafür eignet es sich, den umweltbewussten Fashionistas Informationen zu den Themen Fast Fashion und nachhaltige Garderobe mitzugeben, dies kann auch spielerisch mithilfe eines Quiz umgesetzt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist den Besucher:innen Tipps und Tricks für Nähen, Reparieren und Upcycling zu zeigen und sie zu animieren, selbst bereits einfache Methoden zu testen. Dadurch wird nicht nur der Austausch von Kleidung gefördert, sondern auch der Zusammenhalt unter den Teilnehmer:innen gestärkt. 

Die Kleidertauschparty hat als erstes Event in der Blumenfabrik gezeigt, dass unsere Location nicht nur für Kreativität und produktives Arbeiten, sondern auch für nachhaltige Events optimal geeignet ist. Die Atmosphäre und Unterstützung, die während der Kleidertauschparty angeboten werden konnte, sind nur ein Beispiel für die vielseitigen Möglichkeiten, die die Blumenfabrik als Eventlocation bietet.

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